Die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen steigt, wie die aktuelle Studie „Wirtschaftsschutz 2025“ des Digitalverbands Bitkom belegt. 87 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in den letzten 12 Monaten von Cyberangriffen betroffen gewesen zu sein. Das sind rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Unternehmen rechnen damit, dass die Cyberbedrohungen weiterhin zunehmen werden.
Die Digitalisierung ist einer der Gründe für diese Entwicklung. Lange Zeit kamen industrielle Systeme und Produktionsanlagen gar nicht mit der IT in Berührung. Durch das Konzept von Industrie 4.0 und dem IIoT (Industrial Internet of Things) jedoch hat sich diese Situation grundlegend geändert. Die Betriebe wollen von den neuen Möglichkeiten profitieren, die sich durch die Vernetzung ergeben: Optimierte Produktionsprozesse und vorausschauende Wartungen beispielsweise versprechen Effizienzsteigerungen, von denen die Industrie zunehmend profitiert. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an die Sicherheit, denn durch ihre Anbindung an das Internet sind die industriellen Systeme auch für Cyberkriminelle erreichbar.
Neue Gefahr trifft altes System
Wenn die Betriebstechnologie (OT) mit dem Internet und damit mit der IT verbunden wird, kommen zwei unterschiedliche Realitäten zusammen: Während IT-Technik spätestens nach fünf Jahren als überholt gilt und ausgetauscht wird, sind die Lebenszyklen von Produktionsanlagen und Maschinen deutlich länger. Das führt zu sehr heterogenen Umgebungen innerhalb eines Betriebs. Einheitliche Updates für Betriebssysteme, Firmware und die so stark auf Aktualität angewiesene Anti-Virensoftware werden zur Herausforderung.
Ein weiteres Risiko entsteht durch die über Jahre gewachsenen Netzwerke in Industrieunternehmen. Oft ist nicht genau dokumentiert, was womit kommuniziert. Trifft Schadsoftware auf ein solches Szenario, dann kann sie sich schnell über die vorhandenen Vernetzungspunkte ausbreiten.
Auch der Fernzugriff ist ein potenzielles Einfallstor für Cyberkriminelle. Besonders in Fertigungsunternehmen brauchen viele unterschiedliche Akteure Zugang zu den Systemen: Maschinenhersteller müssen Fernwartungen durchführen, während der Betreiber Informationen über die Maschinenzustände auslesen will. Eventuell gibt es noch Anbindungen an Zulieferer, die über zur Neige gehendes Material informiert werden müssen.
Unternehmensdaten im Visier
Bei diesen Voraussetzungen ist es wenig überraschend, von welchen Handlungen die meisten Unternehmen betroffen sind: Die digitale Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder Betriebsabläufen rangiert an vorderster Stelle. Das bestätigen in der Bitkom-Studie 33 Prozent der Unternehmen, weitere 40 Prozent vermuten es.
An zweiter Stelle steht der Diebstahl von Geschäftsdaten. Daten sind nicht nur für die Unternehmen von besonders hohem Wert, sondern auch für Cyberkriminelle. Sie geben Einblick in die Funktionsweise eines Unternehmens und liefern den Akteuren womöglich Informationen, die sie zeitversetzt für größere Angriffe nutzen können. Am stärksten zugenommen hat der Diebstahl von Finanzdaten, die sich gut im Darknet verkaufen oder für Erpressungen einsetzen lassen. Auch der Diebstahl geistigen Eigentums, beispielsweise von Patenten sowie Informationen aus Forschung und Entwicklung, verzeichnet einen Zuwachs gegenüber den letzten beiden Jahren.
Der Schaden für die deutsche Wirtschaft, der durch Cyberangriffe entsteht, ist im Studienzeitraum erstmals auf über 200 Milliarden Euro gestiegen. Für einzelne Unternehmen steht oft die Existenz auf dem Spiel. Und auch langfristig kann der volkswirtschaftliche Schaden noch deutlich größer sein, wenn die Konkurrenz die gestohlenen Ideen auf den Markt bringt.
NIS2-Richtlinie auch für produzierende Unternehmen
Die Europäische Union hat angesichts der Entwicklungen die Vorgaben zur Cybersicherheit verschärft. Mit der NIS2-Richtlinie möchte sie den Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa deutlich verbessern. Die neuen Regelungen richten sich nicht nur an die klassischen kritischen Infrastrukturen, sondern auch an Produktionsunternehmen, die für die Grundversorgung der Bevölkerung wichtig sind. Bereiche wie beispielsweise Gesundheit und Lebensmittelversorgung müssen künftig strengere Regeln zur IT-Sicherheit einhalten. Doch auch Unternehmen aus dem Maschinenbau sind betroffen, weil sie aufgrund ihrer zahlreichen digitalen Abhängigkeiten besonders gefährdet sind.
Neben einer Reihe von technischen Abwehrmaßnahmen werden auch organisatorische Maßnahmen zur Pflicht. Mit diesem Ansatz möchte die EU Unternehmen dazu bewegen, IT-Sicherheit als eine ganzheitliche Aufgabe zu verstehen.
Digitale Souveränität
Es wird immer wichtiger in Sachen IT- und OT-Sicherheit auf europäische Lösungen zu setzen. Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass niemand Einsicht in ihre Daten oder die Daten ihrer Kunden erhält. Die Grenzen zwischen Cyberkriminalität und Cyberspionage verschwimmen zunehmend, wie der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, bei der Vorstellung der Bitkom-Studie bestätigte. Staatliche Akteure würden die kriminellen Aktivitäten privater Gruppierungen dulden oder aktiv einsetzen. 46 Prozent der betroffenen Unternehmen haben laut Bitkom-Studie mindestens einen Angriff aus Russland festgestellt, ebenso viele Angriffe kamen aus China. Knapp ein Viertel ließ sich in die USA zurückverfolgen.
Zukunftssichere Produktion mit Endian
Endian bietet eine Lösung für diese komplexen Anforderungen. Mit der Endian Secure Digital Platform lassen sich IT- und OT-Netzwerke sicher vernetzen und zentral verwalten. Gleichzeitig schafft die Plattform die Grundlage, um von den zahlreichen Chancen der Digitalisierung zu profitieren. Die Endian Secure Digital Platform ermöglicht:
| Netzwerksegmentierung: | Die Unterteilung des Unternehmensnetzwerks in kleine Segmente verhindert die ungebremste Ausbreitung von Schadsoftware. |
| Sicheren Fernzugriff: | Sicherer und regelkonformer Fernzugriff für IT&OT. |
| Rollen- und Rechtemanagement: | Die granulare Vergabe von Rollen und Berechtigungen schützt vor unautorisierten Zugriffen. |
| Edge-Anwendungen: | Anwendungen von Drittanbietern lassen sich per Container ins Netzwerk integrieren. |
| Schutz vor Cyberangriffen: | Von Firewall über VPN, IDS/IPS und vieles mehr - Endian stoppt Angriffe, bevor sie Unternehmen beeinträchtigen können. |


