Die Energiewende schreitet technisch schneller voran als ihre politische und digitale Absicherung. Bereits im Frühjahr 2025 kamen 57 Prozent der in Deutschland erzeugten Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. Der Mix aus Sonne, Wind und Wasserkraft ist damit stärker als die Produktion durch konventionelle Kraftwerke. Doch die Herausforderung liegt in der Integration des Ökostroms. Laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Montey EnAppSys wurden letztes Jahr rund 1,75 TWh erneuerbare Energien abgeregelt, fast 25 Prozent mehr als 2024.
Batteriespeicher halten Stromnetz in Balance
Die Gründe dafür sind vielfältig. So sorgte das Überangebot aus erneuerbarem Strom an den Strombörsen immer wieder für negative Strompreise. Die große Herausforderung besteht also darin, den Strom für Zeiten zu speichern, in denen das Angebot knapp ist. Batteriespeicher bieten hierfür eine passende Lösung.
Mit Batteriespeichern lässt sich die überschüssige Energie für einen späteren Nutzungszeitpunkt aufbewahren. Besonders an Tagen mit hoher Wind- und Solarproduktion können sie Schwankungen ausgleichen. Damit Batteriespeicher zuverlässig betrieben werden können, müssen sie digital vernetzt sein und verschiedenen Akteuren einen sicheren Fernzugriff erlauben.
Sicherer Fernzugriff ist entscheidend
Vor allem die Betreiber der Batteriespeicher brauchen einen Überblick über die Ladezustände. Auf Basis dieser Daten können sie ihren eigenen Verbrauch oder die Einspeisung in das allgemeine Stromnetz steuern. Hersteller der Anlagen wollen in der Regel Betriebsdaten sammeln, um Erfahrungswerte über Leistung und Lebensdauer zu gewinnen und ihre Lösungen zu optimieren. Firmware- und Software-Updates übernehmen die Integratoren. Jeder Beteiligte braucht also einen individuellen Zugang.
Ein Fernzugriff auf Batteriespeicher ist letztlich ein Zugang zu Teilen der kritischen Infrastruktur. Deshalb muss der Fernzugriff über mehrere Mechanismen abgesichert sein, um Cyberkriminellen keine Angriffsfläche zu bieten.
Mehrstufige Cybersicherheit
Ein zentraler Punkt ist die Datenverschlüsselung beim Fernzugriff: Alle Datenverbindungen zwischen den Anlagen und dem entfernten Nutzer müssen durch einen VPN-Tunnel abgesichert sein. Damit wird verhindert, dass die Kommunikation mitgelesen oder manipuliert werden kann.
Da mehrere Akteure Zugang zu einer Anlage brauchen, jeder jedoch mit unterschiedlichen Aufgaben, ist eine granulare Zugriffsteuerung ebenso wichtig: Betreiber, Techniker und Hersteller erhalten nur Zugang und Berechtigungen, die für sie relevant sind.
Bei kritischen Anlagen sind einfache Zugangsdaten häufig nicht ausreichend. Deshalb verlangen unterschiedliche Regularien auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei ist für eine Verbindung mit der Anlage ein zusätzlicher Faktor erforderlich, beispielsweise ein Code, der aufs Smartphone gesendet wird.
Darüber hinaus sollten die Netzwerke, in denen die Batteriespeicher verwaltet werden, in ausreichend kleine Segmente unterteilt werden. Diese Netzwerksegmentierung unterbindet das ungebremste Ausbreiten von Schadsoftware, falls es einem Angreifer gelingt, die Firewall zu überwinden.
Alternative Energien sind die Zukunft
Das Jahr 2025 hat gezeigt, dass erneuerbare Energien immer größere Teile des Strombedarfs decken können. Mit einer sicheren, digitalen Vernetzung lässt sich dieses Angebot besser nutzen. Endian bietet die notwendigen Technologien, um die Infrastrukturen abzusichern.
Wir sind überzeugt: Erneuerbare Energien sind kein ideologisches Projekt, sondern die einzige realistische Antwort auf Klimakrise, geopolitische Abhängigkeiten und steigenden Energiekosten.


